In der letzten Zeit wurde an vielen Stellen gefordert, dass die Daten aller durchgeführten klinischen Studien veröffentlicht werden müssen (etwa durch die AllTrials-Kampagne) – denn nur so lässt sich einschätzen, welche Evidenz für Behandlungsoptionen tatsächlich vorliegt. Bekannt ist auch, dass die Hersteller dieser Forderung nur zögerlich nachkommen. Das gilt vor allem für bereits abgeschlossene Studien, deren Ergebnisse nicht oder nicht vollständig.

Einen revolutionären Aufruf zu diesem Thema gibt es aktuell im BMJ: Peter Doshi und Kollegen fordern Forscher dazu auf, Daten aus Studien zu veröffentlichen, wenn die Hersteller es nicht innerhalb eines Jahres selbst tun. Daten aus einigen unveröffentlichen Studien sind inzwischen in die Fachöffentlichkeit gelangt, sei es auf der Basis von Gerichtsentscheidungen oder aufgrund Veröffentlichung durch die EMA. Vollständig aufgearbeitet und veröffentlicht sind die Daten jedoch noch nicht. Das soll jetzt im Rahmen des RIAT-Projekts (restoring invisible and abandoned trials) passieren.

BMJ
2013;346:f2865

Lesetipp: Auf der Suche nach den verlorenen Daten
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