Der Begriff „Shared decision making“ oder auf deutsch „partizipative Entscheidungsfindung“ zielt darauf ab, dass Arzt und Patient gemeinsam die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte medizinische Behandlung treffen. Dabei sollen auch explizit emotionale Aspekte berücksichtigt werden. Shared decision making ist
EbM auf den Punkt – Teil 27: Fallzahlplanung
Wenn klinische Studien aussagekräftig sein sollen, müssen ausreichend viele Patienten in die Studie eingeschlossen werden. Dazu ist eine sorgfältige Fallzahlplanung notwendig. Dabei müssen verschiedene Parameter berücksichtigt werden, z.B. * die erwartete Streuung * die maximal zulässige Wahrscheinlichkeit für den Fehler
EbM auf den Punkt – Teil 26: Better doctors, better patients, better decisions
Unter diesem Titel ist kürzlich ein Buch erschienen, das die Ergebnisse eines Symposiums mit dem Untertitel „Envisioning Health Care 2020“ zusammenfasst. Dabei wird unter verschiedenen Aspekten diskutiert, wie die Erkenntnisse der Evidenzbasierten Medizin in die Praxis umgesetzt werden können. Besonders
EbM auf den Punkt – Teil 25: Gesundheitsforschung und klinische Studien
Ein kritischer Beitrag von Gerd Antes (Deutsches Cochrane Centrum, Freiburg) in der FAZ vom 15.06.2011 wirft Licht auf die Frage, welchen Stellenwert eigentlich die öffentliche Förderung von klinischen Studien in Deutschland hat. Antes bemängelt, dass die Bundesregierung viel Geld für
EbM auf den Punkt Teil 24: Non-inferiority trials
Häufig findet man bei neuen Arzneimitteln Studien, die zeigen sollen, dass das neue Mittel gleichwertig zur Standardtherapie ist. Solche Studien bezeichnet man auch als „Nicht-Unterlegenheitsstudien“ oder „non-inferiority trials“. Um gesicherte Aussagen machen zu können, muss das Studiendesign allerdings gewissen Anforderungen
EbM auf den Punkt- Teil 23: Fall-Kontroll-Studien
Wie die Kohortenstudien gehören auch die Fall-Kontroll-Studien zu den epidemiologischen Studien. Allerdings gibt es hier einen entscheidenen Unterschied: Bei den Fall-Kontroll-Studien werden die Patienten nach dem Outcome (bestimmte Erkrankungen) ausgewählt und dann wird die vorherige Exposition (Risikofaktoren) untersucht. Als Kontrollgruppe
Ebm auf den Punkt – Teil 22: Kohortenstudien
Kohortenstudien gehören zu den epidemiologischen Studien, bei denen der Untersucher also nicht die Behandlung festlegt. Vielmehr beobachtet er, welche Folgen auftreten, wenn die Probanden sich selbst behandeln bzw. bestimmten Einflüssen ausgesetzt sind. Bei Kohortenstudien wird die Interventionsgruppe nach einer bestimmten
Lesetipp: Drospirenon und Thromboembolien
Im April wurde im BMJ eine Studie von US-amerikanischen Forschern veröffentlicht, die das Risiko für Thromboembolien unter Pillenanwenderinnen untersuchten. Dabei fanden sie heraus, dass orale Kontrazeptiva mit Drospirenon im Vergleich zum älteren Gestagen Levonorgestrel das Risiko für nicht-tödliche Thromboembolien verdoppeln.
Ebm auf den Punkt – Teil 21: International clinical trials day
Der 20. Mai ist „International clinical trials day“. Der Tag soll auf den Stellenwert der klinischen Forschung hinweisen – natürlich auch für die evidenzbasierte Medizin ein wichtiges Thema. Deshalb hat die Cochrane Collaboration eine Reihe von Podcasts zum Thema zusammengestellt.
Ebm auf den Punkt Teil 20: NNT
NNT Beim Thema Risikoreduktion habe ich die NNT bereits kurz erwähnt: Die Number needed to treat (NNT) bezeichnet die Anzahl der Patienten, die behandelt werden müssen, um ein zusätzliches (schädliches) Ereignis zu vermeiden. Die NNT ist der Reziprokwert der absoluten