Profitieren Patienten davon, wenn eine Demenzerkrankung möglichst früh erkannt wird? Im BMJ diskutieren Experten aktuell, ob Hausärzte bei älteren Patienten regelmäßig nach Gedächtnisproblemen fragen sollten. Dafür könnte sprechen, dass Patienten im frühen Stadium einer Demenz selbst noch mitentscheiden könnten, wie sich ihr weiteres Leben gestalten sollte. Allerdings gibt es auch einige Argumente dagegen: So kann ein Screening zu Überdiagnosen führen, etwa wenn es sich um leichte Gedächtnisstörungen („Altersvergesslichkeit“) handelt, die nicht zu einer manifesten Demenz fortschreiten. Bisherige Medikamente können den Demenzprozess auch nicht nachhaltig aufhalten. So wäre es fraglich, ob von einem Screening tatsächlich der Patient und nicht nur die Pharmaindustrie profitiert.

Pro: BMJ
2013;346:f1780

Contra: BMJ
2013;346:f1745

Lesetipp: Demenzscreening – pro und contra
Cookie Consent mit Real Cookie Banner